Social Media Strategietipps für politische Kampagnen

Auf jeder Ebene können die Grundlagen einer politischen Kampagne den Unterschied zwischen dem Aufbau einer gewinnenden oder verlierenden politischen Kampagnenstrategie ausmachen.

Digitale Strategien im Wahlkampf

Für die Nationalratswahlen 2019 wurde der Wahlkampf in der Schweiz in grossem Stil digitalisiert. Welche Parteien hatten die besten Social-Media-Strategien? Und wie effektiv war deren Internet-Wahlkampf?

Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erregen, durch persönliche Videos die Illusion von Vertrautheit erzeugen und mit digitalen Wahlkarten werben – das sind einige der Strategien, mit denen die Parteien bei der letzten Nationalratswahl Stimmen über das Internet gesammelt haben.

Die wahre Wirksamkeit dieser digitalen Strategien ist jedoch noch nicht bekannt, da man dies nicht messen kann. Dennoch würde keine der Parteien heute auch nur daran denken, ihre Aktivitäten im Bereich der sozialen Medien komplett zu vernachlässigen.

Wie Google und Facebook die Wahlen neu gestalten können

Mit ihrer zunehmenden Reichweite sind die sozialen Netzwerke und Suchmaschinen zu echten politischen Akteuren geworden: Sie können Wähler mobilisieren und bestimmte Nutzer mit den Inhalten eines Kandidaten bombardieren.

Der Bundesrat hat in den letzten Jahren viel über das Internet gesprochen und auch über die Macht von Unternehmen wie Facebook und Google – genauer gesagt, über die geheimen Algorithmen, die sie verwenden, um die Suchergebnisse zu sortieren und den Nutzern massgeschneiderte Nachrichten-Feeds zu präsentieren. Das Problem ist, dass niemand ausserhalb dieser Social-Media-Giganten weiss, nach welchen Kriterien sie Daten filtern.

Sollten wir also wirklich alle Angst vor der Macht der Algorithmen haben? Können Facebook und Google die Art und Weise beeinflussen, wie wir politische Meinungen bilden und den Ausgang von Wahlen beeinflussen, ohne, dass wir das mitbekommen? Könnten die bevorzugten Kandidaten von Google oder Facebook einen unfairen Vorteil erhalten?

Die Antworten auf beide Fragen sind unmissverständlich und gleich: Ja, das können sie.

Schon allein die enorme Reichweite von Facebook macht das soziale Netzwerk zu einem wichtigen Instrument für die Meinungsbildung bzw. -manipulation anderer Menschen. Mit rund 1,8 Milliarden Nutzern ist es das globale Massenmedium unserer Zeit.

Allein in der Schweiz hat Facebook fast 3,5 Millionen Nutzer, von denen mehr als 2 Millionen sich täglich einloggen. Das ist mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung des Landes. Die Zahlen von Google sind ebenso beeindruckend. Da über 90 Prozent des gesamten Traffics von Suchmaschinen über die Server von Google abgewickelt werden, hat ein moderner Gatekeeper wie Google einen historisch beispiellosen Einfluss auf das Leben seiner Nutzer.

Selbst die Reihenfolge, in der die Ergebnisse auf einer Suchseite angezeigt werden, kann einen enormen Einfluss haben, beispielsweise auf die Verkaufszahlen eines Produkts oder auf das Ranking eines Kandidaten in den Umfragen.

Grosse Macht, grosse Verantwortung

In der Schweiz haben viele Randgruppen und rechtsextreme politische Parteien Facebook genutzt, um Anhänger zu gewinnen und zu mobilisieren. In Deutschland begann Pegida, die fremdenfeindliche Protestbewegung, die in Dresden ihren Anfang nahm, als Facebook-Gruppe.

Was den Bundesrat – und viele andere Politiker auf der ganzen Welt – stört, sind die subtilen Formen der Einflussnahme. Kritiker befürchten, dass Social-Media-Netzwerke Gefahr laufen, zu versteckten politischen Akteuren zu werden, die ihren Einfluss nicht nur zum Geldverdienen nutzen, sondern auch den Verlauf ganzer Wahlen verändern – ohne dass es jemand merkt.

Da sie ihre Algorithmen als Geschäftsgeheimnisse betrachten, sind sie vor den neugierigen Augen der Regulierungsbehörden geschützt.

Neutral oder nicht?

„Facebook würde niemals versuchen, Wahlen zu beeinflussen“, hatte die Leiterin des sozialen Netzwerks, Sheryl Sandberg, im Jahr 2014 dazu gesagt. Google seinerseits behauptet, dass es nie die Suchergebnisse verändert hat, um das eine oder andere Wahlergebnis zu erzwingen. „Wenn wir von diesem Prinzip abweichen würden, würde das Vertrauen der Menschen in unser Unternehmen untergraben“, sagte das Unternehmen in einer Erklärung.

Sowohl Google als auch Facebook beharren darauf, dass sie nicht von einer politischen Agenda getrieben seien und immer die Neutralität wahren. Aber selbst die Möglichkeit einer unbeabsichtigten oder praktisch unkontrollierbaren Einflussnahme auf eine demokratische Wahl ist gefährlich. Es wäre auch naiv und fahrlässig, wenn sich die Politiker ganz auf die Versprechen der Internetgiganten hinsichtlich ihrer Neutralität verlassen würden.

Wir sind eine digitale Werbeagentur aus dem Raum Chur bzw. Graubünden und wir informieren Sie gerne über die Möglichkeiten, die für politische Kampagnen in Frage kommen. Wir können auch gerne digitale Strategien für politische Kampagnen für Sie entwickeln. Kontaktieren Sie uns noch heute!

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